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10.11.2017

Yetnebersh Nigussie kommt nach Berlin

Berlin (kobinet) Yetnebersh Nigussie, die in diesem Jahr mit dem Alternativen Nobelpreis für ihre „inspirierende Arbeit im Kampf für die Rechte und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen" ausgezeichnet wurde, kommt nach Berlin. Die 35-jährige äthiopische Juristin wird zur Eröffnung von Inklusionstagen am 4./5. Dezember in der Kongresshalle am Alexanderplatz über "Menschenrechtspolitik aus Sicht von Menschen mit Behinderungen" sprechen. Yetnebersh Nigussie verantwortet seit 2016 den Bereich Inklusion und Rechte von Menschen mit Behinderungen bei der in Österreich gegründeten Fachorganisation Licht für die Welt.

Sie ist eine herausragende Kämpferin für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, wie sie in der UN-Konvention verankert sind, war bei BIZEPS zu lesen: Nigussie wurde im Alter von fünf Jahren blind. Sie wuchs in einer ländlichen Gegend in Äthiopien auf und konnte einer dort üblichen frühen Ehe entfliehen, weil sie aufgrund ihrer Behinderung als ungeeignet für eine Heirat betrachtet wurde. Ihre Mutter schickte sie stattdessen in die Schule.

Bereits in ihren Schul- und Studienjahren engagiert sich die promovierte Juristin ehrenamtlich für gesellschaftliche Veränderung und Gerechtigkeit. Mit 24 Jahren gründet sie gemeinsam mit anderen Landsleuten das Äthiopische Zentrum für Behinderung und Entwicklung. Als Selbstvertreterin für Menschen mit Behinderungen nimmt sie 2016 und 2017 am High Level Political Forum bei den Vereinten Nationen in New York teil und setzt sich mit Nachdruck für eine Welt für alle ein. Yetnebersh Nigussie ist verheiratet und Mutter zweier Töchter, die für sie Freude und Inspiration sind.