Zur Startseitefrankfurt.de 
4.10.2017

Naturtrip-Filme in Gebärdensprache

Berlin (kobinet) Kerstin Emonds von EUROPARC Deutschland hat auf Naturtrip-Filme in Gebärdensprache hingewiesen, durch die die Inklusion verbessert wird.

"Wer in den reizvoll offenen Mittelgebirgslandschaften der Rhön wandert, ist nicht nur von Natur umgeben, sondern stößt an vielen Orten auch auf spannende Kulturgeschichte. So gibt es zum einen besondere Naturschutzflächen wie das Schwarze oder das Rote Moor mit seltenen Tier- und Pflanzenarten, zum anderen laden beispielsweise die Überreste alter keltische Anlagen zum Entdecken ein – so auf dem Berg Milseburg. Stefanie und Tobias Uhl leben im hessischen Teil der Rhön. Sie sind gehörlos und nehmen uns via Film mit durch das Biosphärenreservat. Um uns natur- und kulturgeschichtliche Besonderheiten des Roten Moors und der Milseburg näherzubringen, nutzen sie selbstverständlich ihre eigene Sprache – mit Hilfe ihrer Hände. Sie richten sich damit an andere gehörlose Menschen, für die Gebärdensprache Normalität ist. Doch Menschen, die diese Sprache nicht verstehen, müssen nicht hilflos zuschauen oder abschalten. Die spannend und mit Humor erzählten Kurzfilme sind 'für Alle' gemacht: Eingefügte Stimmen und ein Schriftband zum Mitlesen ermöglichen (fast) jedem, das Moor und den Vulkanberg mitzuerleben", heißt es in der Ankündigung für die Filme.

Zu finden sind die Videos unter anderem auf dem Youtube-Kanal von EUROPARC Deutschland, dem Dachverband der Nationalen Naturlandschaften, zu denen das Biosphärenreservat Rhön gehört, unter Opens external link in new windowwww.youtube.com/playlist?list=PLwncVAkScbd3F0NZHWrYCIfZD3UrcK0f4

Der Verband unterstützte die Filmproduktion im Rahmen seines Projekts "Vielfalt (er)leben ohne Barrieren" mit Hilfe von Fördermitteln der Aktion Mensch. Ein dritter Film erklärt komplett in Deutscher Gebärdensprache, was ein Biosphärenreservat ist. Und in einem vierten Kurzfilm gibt eine spätertaubte Expertin in eigener Sache Praxistipps, wie Naturführungen für Menschen mit Hörbehinderung gestaltet werden sollten.