Zur Startseitefrankfurt.de 
5.04.2017

Inklusion beobachten

Karlsruhe (kobinet) „Inklusionsbeobachtung und -begleitung“ heißt das neue Projekt der Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg „Gemeinsam leben – gemeinsam lernen“ e.V. Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird aus Fördermitteln der Lechler Stiftung und der Heidehof Stiftung unterstützt. Die LAG BW GLGL möchte hiermit die Umsetzung der Inklusion, vor allem im Bildungsbereich, kritisch beobachten und begleiten. Projektleiterin ist Kirsten Ehrhardt, die schon drei Jahre lang als Elternberaterin tätig war.

„Wir werden uns zum Beispiel genau anschauen, wie Schulämter Inklusion öffentlich darstellen, wie sie Eltern über ihr Wahlrecht beraten und wie ernst sie die Aufgabe nehmen, dass Inklusion Aufgabe aller Schulen und Schularten ist. Wir geben den Ämtern Rückmeldungen aus der Sicht und aufgrund der Erfahrungen von Eltern und möchten mit ihnen konstruktiv ins Gespräch kommen.“

Auch die Rolle der Sozial- und Jugendämter bei der inklusiven Beschulung nimmt das Projekt in den Blick. Hierfür nutzt die Landesarbeitsgemeinschaft auch die Erfahrungen ihrer 17 örtlichen Initiativen, ihrer Einzelmitglieder und der vielen Eltern, die sie in den vergangenen Jahren beraten hat. Im Projekt geht es auch darum, wie Inklusion in der Öffentlichkeit und in den Medien dargestellt wird.

„Nicht alles, was Inklusion genannt wird, ist auch wirklich Inklusion“, sagt Kirsten Ehrhardt. Außerdem wird untersucht, was Parteien und Politiker in Baden-Württemberg tun, um Inklusion weiter voranzubringen. Das Projektteam besteht aus Kirsten Ehrhardt, Juristin, Journalistin und selbst Mutter eines Sohnes mit Behinderung, und aus Daniela Ehrentraut und Sarah Heizmann, die sie im Büro unterstützen. Projektpate ist Gerd Weimer, der ehemalige Landesbehindertenbeauftragte aus Tübingen, mit dem sich das Team regelmäßig austauschen, die Projektschritte reflektieren und weitere überlegen wird. Das Projekt wird fortlaufend auf der Webseite des Vereins www.lag-bw.de abgebildet.